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Pflege bei Neurodermitis sollte vor allem eines sein: sanft, regelmäßig und auf die Bedürfnisse der eigenen Haut abgestimmt. Trockene, gespannte oder raue Haut braucht häufig eine Kombination aus Feuchtigkeit und rückfettender Pflege. Gleichzeitig gilt bei empfindlicher Haut oft das Prinzip: weniger ist mehr.
Eine möglichst einfache Pflegeroutine, lauwarmes statt heißes Wasser und eine Creme, die deine Haut gut verträgt, können im Alltag einen großen Unterschied machen.
Dabei ist wichtig zu unterscheiden. Kosmetische Pflege kann trockene Haut unterstützen und dabei helfen, sie geschmeidig zu halten. Neurodermitis selbst ist jedoch eine chronisch entzündliche Hauterkrankung und gehört bei stärkeren Beschwerden, offenen Stellen oder wiederkehrenden Schüben in dermatologische Hände.
Warum ist die Haut bei Neurodermitis so trocken?
Wer keine Neurodermitis hat, denkt bei trockener Haut vielleicht zunächst an ein kosmetisches Problem. Ein bisschen Creme und fertig. Bei Neurodermitis ist das komplexer.
Die Hautbarriere funktioniert häufig nicht so zuverlässig wie bei gesunder Haut. Dadurch kann die Haut leichter Feuchtigkeit verlieren und gleichzeitig empfindlicher auf äußere Reize reagieren. Typisch können sehr trockene Haut, Juckreiz, Schuppung und entzündete Hautbereiche sein. Neurodermitis verläuft häufig in Phasen. Es gibt ruhigere Zeiten und Zeiten, in denen die Haut deutlich stärker reagiert.
Genau deshalb gibt es auch nicht die eine perfekte Neurodermitis-Creme, die für jeden Menschen und jeden Hautzustand funktioniert. Eine leichte Creme kann im Sommer angenehm sein und im Winter plötzlich nicht mehr ausreichen. Eine sehr reichhaltige Pflege kann bei extrem trockener Haut angenehm sein, sich in einer anderen Phase aber zu schwer anfühlen. Das eigene Hautgefühl spielt deshalb eine wichtige Rolle.
Die Hautbarriere ist der Schlüssel
Du kannst dir die äußerste Hautschicht vereinfacht wie eine Mauer vorstellen. Die Hautzellen bilden die Steine. Verschiedene Hautfette bilden gewissermaßen den Mörtel dazwischen. Ist diese Barriere intakt, kann sie Feuchtigkeit besser in der Haut halten und schützt gleichzeitig vor vielen äußeren Einflüssen.
Bei Neurodermitis ist diese Schutzfunktion beeinträchtigt. Deshalb spielt konsequente Hautpflege eine so große Rolle. Emollientien, also rückfettende und feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte, legen sich auf die Haut und helfen dabei, den Wasserverlust zu reduzieren. Sie gehören deshalb zu den grundlegenden Bausteinen der Hautpflege bei Ekzemen. Dabei geht es nicht darum, immer mehr Wirkstoffe auf die Haut aufzutragen. Oft ist genau das Gegenteil sinnvoll.
Bei empfindlicher Haut gilt häufig: weniger ist mehr
Eine aufwendige Hautpflegeroutine mit Toner, Serum, Säure, Retinol, Duftstoffen und verschiedenen Cremes mag auf Social Media interessant aussehen. Empfindliche Haut braucht diesen Aufwand häufig nicht.
Je mehr Produkte gleichzeitig verwendet werden, desto schwieriger wird es außerdem herauszufinden, worauf die Haut möglicherweise reagiert. Gerade bei sehr trockener oder zu Neurodermitis neigender Haut kann eine reduzierte Routine deshalb angenehm sein.
Zum Beispiel:
- sanft reinigen
- Haut vorsichtig trocknen
- passende Pflege auftragen
- unnötige Reize vermeiden
Mehr muss eine gute tägliche Routine manchmal gar nicht leisten.
Creme, Lotion oder Salbe: Was ist besser?
Hier gibt es keine pauschale Antwort. Der Unterschied liegt vor allem in der Konsistenz und im Verhältnis von Wasser und Fett.

Lotion
Eine Lotion enthält relativ viel Wasser und lässt sich leicht verteilen. Sie kann angenehm sein, wenn die Haut nur leicht trocken ist oder du im Sommer keine schwere Pflege möchtest. Bei sehr trockener Haut reicht eine leichte Lotion häufig nicht aus.
Creme
Cremes sind reichhaltiger als Lotionen, lassen sich aber trotzdem angenehm im Alltag verwenden. Cremes beispielsweise als praktisch für den Tag, weil sie weniger fettig sind und meist schneller einziehen als Salben. Für Hände ist diese Konsistenz besonders praktisch.
Niemand möchte nach jedem Händewaschen zehn Minuten warten, bevor wieder eine Tastatur, ein Handy oder ein Lenkrad angefasst werden kann.
Salbe
Salben enthalten besonders viel Fett und wenig beziehungsweise kein Wasser. Sie können bei sehr trockenen und verdickten Hautstellen sinnvoll sein und werden häufig eher abends verwendet. Bei nässenden Ekzemen sind sehr fettige Salben jedoch nicht automatisch die richtige Wahl.
Kokosöl bei Neurodermitis: Warum es für trockene Haut interessant ist
Kokosöl wird schon lange zur Pflege trockener Haut verwendet. Besonders interessant ist dabei kalt gepresstes Virgin Coconut Oil.
Auch wissenschaftlich wurde Kokosöl im Zusammenhang mit atopischer Dermatitis untersucht. In einer randomisierten Studie mit 117 Kindern mit leichter bis mittelschwerer atopischer Dermatitis wurde Virgin Coconut Oil über mehrere Wochen mit Mineralöl verglichen. Dabei wurden unter anderem Hautfeuchtigkeit, Wasserverlust über die Haut und der Zustand der Haut untersucht. Die Ergebnisse fielen zugunsten des Virgin Coconut Oils aus.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Kokosöl Neurodermitis heilen oder eine medizinische Behandlung ersetzen kann.
Für die tägliche Hautpflege kann Kokosöl aber interessant sein, weil es reich an Lipiden ist und sich besonders für trockene Haut als pflegender Bestandteil eignet. Genau deshalb spielt Kokosöl auch bei NARDIAS eine so große Rolle.
Unser kalt gepresstes Kokosöl stammt von unserer eigenen Kokosfarm auf den Philippinen. Die Kokosnüsse dürfen vollständig ausreifen, bevor das Öl schonend kalt gepresst wird.
Wir verwenden dieses Kokosöl auch in unserer Kokos Pflegecreme. Sie wurde als reichhaltige Pflege für trockene und empfindliche Haut entwickelt und kann sowohl für die Hände als auch für trockene Hautstellen am Körper verwendet werden.
Gerade wenn deine Hände durch häufiges Waschen, Kälte oder trockene Luft rau und trocken werden, kann eine reichhaltige Kokos Handcreme beziehungsweise Pflegecreme eine unkomplizierte Ergänzung deiner täglichen Pflegeroutine sein.
Bei Neurodermitis gilt trotzdem: Jede Haut reagiert anders. Teste neue Pflegeprodukte zunächst an einer kleinen Hautstelle und verwende sie nicht auf offenen oder akut stark entzündeten Hautstellen. Bei stärkeren oder wiederkehrenden Beschwerden solltest du dermatologischen Rat einholen.
Was sollte eine gute Pflege für trockene Haut können?
Bei trockener und empfindlicher Haut sind zwei Dinge interessant: Feuchtigkeit in die Haut bringen und den Verlust von Feuchtigkeit reduzieren. Deshalb enthalten viele Pflegeprodukte eine Kombination aus feuchtigkeitsbindenden und lipidreichen Inhaltsstoffen.

Zu den bekannten Feuchthaltemitteln gehören beispielsweise:
- Glycerin
- Urea
- Hyaluronsäure
Daneben können Öle und andere Lipide dabei helfen, die Haut geschmeidig zu halten und den Feuchtigkeitsverlust über die Hautoberfläche zu reduzieren.
Was bedeutet eigentlich Urea in einer Handcreme?
Vielleicht hast du schon Produkte mit Aufschriften wie „5 % Urea“ oder „10 % Urea“ gesehen. Urea bedeutet Harnstoff.
Das klingt zunächst wenig glamourös, ist aber ein bewährter Bestandteil vieler Pflegeprodukte für trockene Haut. Urea kann Wasser binden und wird deshalb besonders häufig in Produkten für sehr trockene, raue Haut eingesetzt. Das bedeutet aber nicht, dass jede gute Handcreme unbedingt Urea enthalten muss. Auch andere Formulierungen können trockene Haut gut pflegen. Und nicht jede Haut verträgt jeden Inhaltsstoff gleich gut.
Gerade auf stark gereizter, rissiger oder entzündeter Haut können bestimmte Produkte beim Auftragen brennen oder unangenehm sein. Wenn eine Pflege dauerhaft brennt oder die Haut sichtbar verschlechtert, solltest du sie nicht einfach weiterverwenden.
Warum Hände besonders schnell trocken werden
Unsere Hände haben einen schwierigen Job.
Wir waschen sie. Wir desinfizieren sie. Wir putzen. Wir arbeiten im Garten. Wir fassen Lebensmittel an. Wir sind im Winter draußen. Wir benutzen Reinigungsmittel. Und nach all dem erwarten wir, dass die Haut einfach weitermacht.
Gerade häufiger Kontakt mit Wasser kann problematisch sein. Menschen mit einer Vorgeschichte von atopischer Dermatitis später besonders empfindlich auf häufige Feuchtarbeit reagieren können. Hände können dadurch rau, rissig und gereizt werden. Deshalb lohnt es sich, Handpflege nicht erst dann herauszuholen, wenn die Haut bereits aufgesprungen ist.
Der einfachste Handpflege-Tipp wird oft vergessen
Creme deine Hände direkt nach dem Waschen ein. Das klingt banal, ist aber einer der praktischsten Tipps überhaupt. Nach Kontakt mit Wasser benötigt trockene Haut besonders schnell wieder Pflege.
Eine kleine Tube oder ein Airless-Spender neben dem Waschbecken kann deshalb sinnvoller sein als die teuerste Creme, die irgendwo hinten im Badezimmerschrank steht. Denn die beste Pflege ist am Ende die, die du tatsächlich regelmäßig verwendest..
Duftstoffe sind nicht immer die beste Idee
Der Duft einer Körpercreme kann ein wunderschönes Erlebnis sein. Bei sehr empfindlicher oder zu Ekzemen neigender Haut können Duftstoffe jedoch problematisch sein.
Die American Academy of Dermatology empfiehlt bei atopischer Dermatitis milde, parfümfreie Cremes oder Salben. Auch persönliche Eczema-Ratgeber berichten häufig davon, dass parfümierte Produkte die Haut zusätzlich reizen können.
Das bedeutet nicht, dass jeder Duftstoff bei jedem Menschen automatisch eine Reaktion auslöst. Empfindliche Haut profitiert aber häufig von einer möglichst übersichtlichen Formulierung.
Und was ist mit Kokosöl?
Natürlich ist das für uns bei NARDIAS ein besonders spannendes Thema.
Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit Kokosöl und wissen gleichzeitig, dass auch ein natürlicher Inhaltsstoff kein Wundermittel ist. Kalt gepresstes Virgin Coconut Oil besteht überwiegend aus Lipiden und wird traditionell zur Hautpflege verwendet.
Kokosöl ist für uns ein hochwertiger Pflegebestandteil. Kein Medikament. Und keine Garantie dafür, dass jede Haut es gleich gut verträgt.
Warum die Qualität eines Öls trotzdem eine Rolle spielt
Kokosöl ist nicht gleich Kokosöl.
Unser eigenes Kokosöl beginnt nicht bei einem anonymen Rohstoffhändler, sondern auf unserer Kokosfarm auf den Philippinen. Die Kokosnüsse dürfen ausreifen und das Öl wird kalt gepresst.
Diese Nähe zum Rohstoff ist für uns ein wichtiger Teil der NARDIAS-Philosophie. Nicht, weil ein hochwertiges Kokosöl plötzlich medizinische Eigenschaften bekommt. Sondern weil wir bei Pflegeprodukten gerne wissen möchten, wo ein zentraler Rohstoff herkommt und wie er verarbeitet wurde.
Für unsere Pflegecreme verwenden wir Kokos als Bestandteil einer reichhaltigen Hautpflege. Wenn deine Haut sehr empfindlich oder von Neurodermitis betroffen ist, empfehlen wir trotzdem, neue Produkte zunächst an einer kleinen Hautstelle auszuprobieren und nicht direkt auf stark entzündete oder offene Stellen aufzutragen.
Eine Creme muss nicht zehn Probleme gleichzeitig lösen
Auf Verpackungen liest du heute häufig lange Listen: Anti Aging. Detox. Glow. Repair. Brightening. Firming. Peeling. Barrier Booster.
Für sehr empfindliche Haut ist das nicht unbedingt ein Vorteil. Wenn dein Ziel schlicht lautet, trockene Haut angenehm zu pflegen und geschmeidig zu halten, darf eine Creme auch genau das tun.
Pflegen.

Einfach und zuverlässig. Das ist vielleicht weniger spektakulär als ein Produkt mit zwölf Trendwirkstoffen. Im Alltag kann es aber genau das sein, was man wirklich braucht.
Eine einfache Pflegeroutine für trockene und empfindliche Haut
Wenn du deine Hautpflege vereinfachen möchtest, kannst du mit dieser Routine beginnen.
Morgens
Wasche Hautpartien nur dort, wo es wirklich notwendig ist. Verwende lauwarmes Wasser und eine milde Reinigung. Trage anschließend eine Pflege auf, die sich für dich angenehm anfühlt.
Nach dem Händewaschen
Hände sanft abtrocknen. Direkt danach Handcreme oder Pflegecreme auftragen.
Nach dem Duschen
Haut vorsichtig trocken tupfen. Pflege möglichst zeitnah auftragen.
Abends
Sehr trockene Bereiche kannst du etwas reichhaltiger pflegen. Die Hände bekommen abends beispielsweise eine zweite Chance auf Pflege, ohne dass direkt danach wieder zehn Dinge angefasst werden müssen.
Was kann Neurodermitis zusätzlich reizen?
Auslöser unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Häufig diskutiert werden beispielsweise:

- Wärme und starkes Schwitzen
- raue Textilien
- häufiges Waschen
- bestimmte Wasch- und Reinigungsmittel
- individuelle Allergene
- Stress
- bestimmte Kosmetikprodukte
Sowohl CodeCheck als auch persönliche Erfahrungsberichte von Menschen mit Ekzemen nennen einige dieser Faktoren. Wichtig ist jedoch, daraus keine allgemeingültige Verbotsliste zu machen. Beobachte deine eigene Haut. Wann wird sie schlechter. Was hast du verändert.
War es besonders kalt. Hast du ein neues Waschmittel benutzt. Warst du ständig mit den Händen im Wasser. Hast du ein neues Pflegeprodukt ausprobiert.
Solche Beobachtungen sind häufig hilfreicher als eine endlose Liste vermeintlich verbotener Dinge.
Muss ich bei Neurodermitis bestimmte Lebensmittel vermeiden?
Nicht automatisch.
Im Internet findet man schnell Listen mit Milch, Gluten, Zucker, Nüssen, Eiern, Soja und vielen anderen Lebensmitteln. Das Problem dabei ist, dass eine unnötig eingeschränkte Ernährung ebenfalls Nachteile haben kann.
Wenn du vermutest, dass ein bestimmtes Lebensmittel deine Beschwerden beeinflusst, sprich mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer allergologischen Fachperson. Ein Allergietest oder eine fachlich begleitete Beobachtung kann sinnvoller sein, als auf eigene Faust mehrere Lebensmittelgruppen dauerhaft zu streichen. Besonders bei Kindern ist Zurückhaltung bei pauschalen Eliminationsdiäten wichtig.
Wann reicht kosmetische Pflege nicht mehr?
Kosmetische Pflege hat klare Grenzen. Wenn deine Haut stark entzündet ist, nässt, blutet, sich infiziert anfühlt, sehr stark juckt oder Beschwerden immer wieder auftreten, solltest du dermatologischen Rat suchen.
Auch wenn du nicht weißt, ob du tatsächlich Neurodermitis hast, ist eine professionelle Diagnose sinnvoll. Atopische Dermatitis ist eine chronische entzündliche Erkrankung. Moderne Behandlungen reichen weit über einfache Hautcremes hinaus und werden abhängig vom Schweregrad individuell ausgewählt.
Eine gute Pflege begleitet die Haut. Sie ersetzt keine notwendige medizinische Behandlung.
Gut zu wissen
Trockene und empfindliche Haut braucht nicht zwangsläufig eine komplizierte Pflegeroutine.
Die wichtigsten Punkte sind erstaunlich einfach:
- regelmäßig eincremen
- lauwarmes statt sehr heißes Wasser verwenden
- Haut nicht kräftig abrubbeln
- eine Pflege wählen, die deine Haut gut verträgt
- bei sehr empfindlicher Haut unnötige Duftstoffe und Reizstoffe vermeiden
- Hände nach dem Waschen erneut pflegen
- neue Produkte zunächst an einer kleinen Stelle testen
- persönliche Trigger beobachten statt pauschale Verbotslisten zu übernehmen
- bei starken oder wiederkehrenden Beschwerden medizinischen Rat suchen
Und vielleicht ist genau das der angenehmste Gedanke. Gute Hautpflege muss nicht spektakulär sein. Sie muss zu deiner Haut und zu deinem Alltag passen.
Wenn du dich dafür interessierst, warum wir bei NARDIAS so viel Wert auf den Ursprung unseres Kokosöls legen, lies als Nächstes unseren Beitrag über Kokosöl für die Haut und erfahre, was kalt gepresstes Kokosöl von stark verarbeitetem Kokosöl unterscheidet.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine dermatologische Beratung oder Behandlung. Bei Neurodermitis, akuten Hautveränderungen oder anhaltenden Beschwerden solltest du medizinischen Rat einholen.







